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zur Geschichte Geschichte von Xaymaca (der ursprüngliche Name Jamaicas) |
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Auf seiner zweiten Reise in die Neue Welt, entdeckte Christoph Kolumbus am 5. Mai 1494 in der St. Ann`s Bay, Jamaica. Er meinte, Jamaica sei "die schönste Insel, die je das Auge erblickte ... voller Täler, Felder und Ebenen". Wie auch auf Kuba und Haiti fand er eine blühende Gemeinde von Aruak - Indianer vor. Vor etwa 650-900 n.Chr. waren diese aus ihrer Heimat Guayana und Venezuela in Einbäumen nach Norden gesegelt und hatten sich auf sämtlichen Inseln der Antillen niedergelassen. Später wurde das friedliche Leben der Aruak durch die wahrscheinlich menschenfressenden Kariben (ein anderer Indianerstamm) fast beendet, wenn nicht die Spanier ihre Ausrottung verhindert hätten. Diese Aufgabe fiel jedoch später den Europäern zu.
Neun Jahre später segelte Kolumbus wieder nach Jamaica, diesmal allerdings unter traurigen Umständen. Nach Verlassen des amerikanischen Festlandes, zeigte sich auf seinen zwei arg mitgenommenen Schiffen, ein hoher Wurmbefall an. Eine Atlantiküberquerung war so nicht mehr sicher genug. Er wollte nach Hispaniola, kam jedoch nur bis zur St. Ann`s Bay, wo seine Schiffe voll Wasser liefen und im weichen Sand versanken. Ein Jahr mußte er von Krankheit und Hunger gequält auf der Insel verbringen bevor er Ende Juni 1504 von einer gemieteten spanischen Karavelle gerettet wurde.
Als 1510 die
ersten Kolonisten nach Jamaica kamen und mit Spanish Town einen wichtigen Umschlagplatz
errichteten, wurden die Aruak - Indianer zu ihren Sklaven gemacht und so schlecht
behandelt, daß sie in kurzer Zeit, auch infolge eingeschleppter Krankheiten, ausgestorben
waren. Schwarze Sklaven aus Afrika wurden so als billige Arbeitskräfte eingeschifft.
In den nächsten Jahren wurde die Insel von unzähligen Eroberungen heimgesucht. Franzosen, Holländer, Italiener, Engländer und Piraten versuchten Jamaica zu beherrschen. Schließlich gelang es den Engländern die schon durch internen Zwist geschwächte spanische Herrschaft zu besiegen.
Da Jamaica strategisch gesehen noch geeigneter war als Hispaniola, war ein
tatsächliches Ende der Kämpfe in Westindien jedoch nicht in Sicht. Schon früh
ermunterten daher die Engländer ganz offen die Piraterie. Sie sollten immer wieder die
spanischen Besitzungen in Westindien angreifen. In Port Royal (im Süden Jamaicas) fanden
die Seeräuber den idealen Umschlagplatz für ihre erbeuteten Waren. Immer mehr Freibeuter
strömten dorthin um ihre gestohlenen Schätze in etwa 40 Kneipen und gegen Prostitution
einzutauschen. Das war auch die Zeit des Sir Henry Morgan, der als neuer
Seeräuberkapitän auf der Bildfläche erschien. Unter seiner
harten Führung erlebte das Freibeutertum und somit Port Royal seinen Höhepunkt. Morgan
war der einzige, der genügend Autorität und Brutalität besaß, um die Freibeuter
zusammenzuhalten. Er wurde von den Engländern zum Ritter geschlagen und später sogar
Gouverneur von Jamaica.
Sein Tod 1688 läutete den Niedergang von Port Royal als Freibeuterhafen ein. Am 7. Juni 1692 wurde die Stadt von einem gewaltigen Erdbeben heimgesucht, weite Teile verschlang das Meer, darunter auch der Friedhof, auf dem Morgans Grabstein stand.
Kurz
vorher (1672) wurde die Royal African Company gegründet, die Jamaica zu einem
der größten Sklavenmärkte der Welt machte. die billigen Arbeitskräfte aus Westafrika
waren die Voraussetzung für die blühende Plantagenwirtschaft im 18. Jahrhundert. Zu
Beginn des 19. Jahrhundert setzte sich die Idee der Sklavenbefreiung, von England kommend,
auch auf Jamaica durch. Der Negeraufstand von 1831 und das Gleichberechtigungsgesetz von
1833 führten zur Freilassung von 125 000 Sklaven; die Folge war, daß viele Pflanzer
trotz der für die Sklavenverluste gezahlten Entschädigungen in den finanziellen Ruin
gestürzt wurden.
Als 1866 Gouverneur John P. Grant den Aufschwung einleitete, wurde unter seiner Verwaltung die Insel britische Kronkolonie. Jamaica schloß 1941 einen Pachtvertrag für 99 Jahre mit den Vereinigten Staaten über die Errichtung von Militärstützpunkten.
1944 erhielt die Insel eine eigene Verfassung, die
die innere Verwaltung einer aus freien, allgemeinen Wahlen hervorgehenden repräsentativen
Körperschaft übertrug. Der Inselstaat erhielt am 6. August 1962 im Rahmen des Commonwealth
of Nations die Unabhängigkeit. Bis 1972 regierte die Jamaica Labour Party, deren
Gründer Alexander Bustamante auch der erste Premierminister wurde.
Seit 1962 ist das Land eine unabhängige Demokratie mit einem Zwei-Kammer Parlament.
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Update
24.01.06
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